Leer Orchester Bühne

Die Symphonie

UND IHR MUSIKALISCHER AUFBAU

Die Symphonie besteht aus fünf Sätzen, angelegt an die 5 Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser aus der daoistischen Lehre der Wandlungsphasen und der Naturphilosophie.

 

Die klassische Gitarre fungiert hier als führendes Soloinstrument im Wechsel- und Zusammenspiel mit den anderen Orchesterstimmen. In der Studioversion kommen (mit VST-Technik erzeugt) Cello, Viola, erste und zweite Violine, Fagott, Oboe, Klarinette und Querflöte zum Einsatz. Die Harfe wird in einem Stück als Duopartner zur Gitarre in Erscheinung treten. In den geplanten Live-Aufführungen finden sich dann insgesamt 18 (reale) Solisten auf der Bühne ein.

Der Zyklus beginnt mit dem Element Holz und dem Stück "Catherine & Ruddock", der Form "abba" zugeschrieben und in der Tonart e-moll, im Verlauf mit vielen weichen, wechselnden Dur-und Mollakkorden, die die komplementären Geschehnisse des Lebens wiederspiegeln könnten.

Es folgt das Element Feuer mit dem Titel "Birds", die Tonart e-moll wird zuerst übernommen, wirkt hier aber durch die kraftvollen Auftritte der Gitarre und der Blasinstrumente lebendig und spannungsgeladen. Nach der sich steigender Tremolo-Passage findet sich der Zuhörer im dritten Teil in A-Dur wieder, ein kraftvoller Solopart der Gitarre beendet das Stück und führt, bei der längeren Fassung, zu einem zweiten Stück des Elementes Feuer.

 

"Kara Kurbaga", türkisch für Erdkröte, heißt treffend das Stück für das Element Erde. In langsamen Tönen, gleich den Schritten des Tieres, baut sich das Lied auf und die Gitarre formt mit den anderen Instrumenten einen phantasievollen Melodiereigen, der eine schöpferische Urkraft erahnen lässt. Gleichsam steht die "Kara Kurbaga" in der Mythologie als Symboltier und Botin der Erdmutter.

In "Papillon" (dem zweiten Teil des Elementes Erde) hebt sich schwebend die Gitarre im Zusammenspiel mit der Harfe von der Erde ab, mal allein, mal abwechselnd, mal zusammen stellen die Instrumente den Tanz zweier Schmetterlinge dar.

Schwer und schimmernd startet der "Call of Magpie", gleich geschmolzenem Gestein fließt es sachte und bedeutungsvoll. Das darin enthaltene Metall löst sich allmählich heraus und befreit es aus der Schwere des "Seins". Auch das Element Metall bietet somit seine Wandlungsphase.  

 

Der letzte Satz wird dem Element Wasser zugeordnet, in den einzelnen Abschnitten spiegelt sich das Spiel desselben wieder, geboren aus der Quelle, tänzelnd und springend im Bach, mal stockend und aufgestaut im See, dann wieder fließend im Fluss, wachsend zum Ozean und am Ende sich auflösend, um wieder von vorne bereit beginnend zu sein. 

Der Zyklus schließt sich somit und gleichzeitig beinhaltet er den "Zauber, der in jedem Anfang innewohnt".